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Re: Käfer in der Wohnung

Geschrieben von: Klaas Reißmann
Datum: 10.Oktober 2022, 10:59 Uhr

Antwort auf: Re: Käfer in der Wohnung (Sven)

Eigentlich brauchst Du gar nichts zu tun. Die Käfer sind da, der eine oder andere wird bestimmt auch gefressen und die Nahrung ist in derartigem Überfluss vorhanden, dass nicht damit zu rechnen ist, dass es zu einem Absterbeprozess des Kirschlorbeers kommen wird. Ausnahmen gibt es immer. Ich vermute aber, dass sich die Hinweise auf die Schädlichkeit eher darauf beziehen, dass die kleinen Topfpflänzchen schon mal abgestorben sind, wenn zu viele Rüssler, respektive deren Larven im Topf waren, also bei frischen Setzlingen. Da kann immer mal was passieren. Nicht nur Rüssler. In den allermeisten Fällen ist die Bezeichnung als Schädling eh überzogen. Und fast immer, wenn wir von einem Schädling sprechen, der unseren Pflanzen (oder was auch immer) schwer zusetzt, war der Mensch der Schädling, der das Terrain für den so bösen vorbereitet hat.

Noch ein paar Worte zum Kirschlorbeer: bitte mit den Früchten aufpassen. Ich weiß nicht, ob Kinder im haus sind, oder ggfs. Hund oder Katze oder welche Heimtiere auch immer. Die Kirschen sind giftig. Nicht in einer Form, dass man nach dem Verzehr von 10 Kirschen gleich tot umfällt. Aber der Verzehr über einen größeren Zeitraum kann echte gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Und Hunde sind zuweilen auch so drauf, dass sie am Boden liegende Früchte fressen. Bei unserem Hasel und den normalen Kirschen war das ok. Die vom Kirschlorbeer haben ein Krankheitsbild ähnlich einer Leukämie verursacht. Zum Glück hat sich der Hund, nachdem wir die Ursache begriffen hatten, vollständig davon erholt. ;-)

Liebe Grüße
Klaas

> Der ausführliche Post von Klaas klingt einleuchtend und ich habe den
> dann auch meiner Frau weitergeleitet. Vielleicht hilft es ja wenn es
> von jemandem mit Fachwissen kommt...

> Mit dem Wissen, dass der Käfer nicht in der Wohnung seine Larven
> ablegt und er sich halt da rein verirrt wenn die Terrassentüre lange
> auf ist, kann ich gut damit leben - besser als eine Stechmücke, das
> war ein guter Vergleich.
> Insektenschutzgitter finde ich in der Tat auch übertrieben und neben
> dem Kostenaspekt finde ich die auch nicht schön.

> Ich habe mir heute auch ein bisschen die anderen Kirschlorbeeren in
> der Nachbarschaft angeschaut - und die sahen alle in der Tat so aus
> wie bei mir auch, scheint also total gängig zu sein.

> Im Internet habe ich gelesen, dass die Larven des Dickmaulkäfers (von
> einer spezifischen Art war jetzt nicht die Rede sondern generell),
> die Wurzeln, Knollen und Rhizome abfressen und so die Pflanzen so
> stark schädigen können, dass diese abstirbt. Wäre interessant zu
> wissen, wie oft das dann tatsächlich passier. Ich hole mir dazu eine
> Zweitmeinung ein, gute Idee.

> Irgendwie ist das ja auch ein interessantes Thema von dem ich
> überhaupt keine Ahnung habe, aber da ich jetzt halt einen kleinen
> Garten (bzw. Fussballrasen ;-) ) mit Kirschlorbeeren rundherum habe,
> möchte ich gerne verstehen was da so los ist und was man dafür tun
> kann, ein ausgewogenes kleines Ökosystem zu fördern.

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