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Re: Bombus (cf.) pascuorum

Geschrieben von: Klaas Reißmann
Datum: 16.Juni 2021, 18:03 Uhr

Antwort auf: Re: Bombus (cf.) pascuorum (Holger Martz)

> Allerdings kann auch später im Jahr
> durch Futterengpässe (Wetterungunst, Parasitierung etc.) die
> Größensukzession wieder zurückgesetzt werden.

Das kann man so stehen lassen.

> Und wenn jetzt im Laufe
> des Klimawandels die Nester immer früher gegründet werden und damit
> auch immer früher die neuen Geschlechtstiere auftreten, dann nehmen
> auch die Gründungen im gleichen Jahr (sog. 2. Generation) zu und man
> kann dann auch wieder kleine Erstlingsarbeiterinnen beobachten.

Diese aussage halte ich, zumindest in dieser verallgemeinerten Form für hochgradig schwierig, wenn nicht in höchstem Maße Fehler lastig, da es sich hier, aus dem Text hervorgehend, nur im Nest gründende Arten handelt. Und diese behalten bisher ohne Ausnahme ihre Vermehrungstraditionen bei. Soll heißen, dass die Nester zwar früher gegründet werden können (Bombus, Vespidae, ggfs. auch Apis), bzw. die Massenaggregationen (der Hochzeitsflug) in Abhängigkeit von der Witterung früher im Jahr erfolgen kann (Formicidae), es sind aber keinerlei Bildung einer zusätzlichen Generation im Laufe des Jahres zu beobachten.

Die neuen Hummelnester (bzw. auch weitere, der oben genannten) werden nach wie vor erst nach der Winterpause gegründet. Die Ameisen betreiben ihre Aggregationen nach wie vor bei der passenden Witterung, über mehrere Tage verteilt und die Gründung der Nester erfolgt unmittelbar danach, zusätzliche Aggregationen sind meines Wissens, trotz längerer Warmphasen in den meisten Jahren (dieses Jahr nicht) nicht zu beobachten.

Zusätzliche Generationen kann man da eher bei solitär lebenden Arten beobachten, jedoch nicht b ei solchen, die nur eine Generation im Jahr hervor bringen, wie die Frühjahrs-Hymenoptera u.ä., sondern eher z.B. bei Schmetterlingsarten, die von Natur aus mehr als nur eine Generation im Jahr hervorbringen. Bestes Beispiel ist das Landkärtchen, von dem in meiner Jugend nur sehr selten die Bildung einer dritten Generation, die Herbstgeneration, zu beobachten war, die heutzutage fast obligatorisch ist.

Viele Grüße
Klaas

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