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Re: Kleben von (Käfer)Präparaten

Geschrieben von: Christian S-E
Datum: 13.April 2013, 11:27 Uhr

Antwort auf: Re: Kleben von (Käfer)Präparaten (Klaas Reißmann)

Wobei man beim Kleben der Käfer ergänzen sollte, dass es - bei den größeren Arten - vor allem auch ästhetische Gründe hat. Aus meiner Sicht sprechen zwei Dinge gegen das Kleben (ausser den sehr kleinen Tieren, die man kiaum anders präparieren kann):

1.Der Zeitaufwand (nadeln geht viel schneller, und wenn man große Ausbeuten mit mehreren Tausend Tieren bearbeitet, fallen auch 5 Sekunden Ersparnis pro Tier ins Gewicht)

2. Merkmale auf der Bauchseite sind nicht sichtbar, und z.B. bei manchen kleine Prachtkäfergattungen geht der Bestimmungsschlüsel recht schnell bei solchen Merkmalen los, und man steht dann mit seinen superschön geklebten Präparaten etwas dumm da.

Bei Wespen hat sich eingebürgert, das man sehr kleine Tiere (durch die dann einfach keine Nadel mehr passt) auf ein spitzes Kartonplättchen quer und mit einer Thoraxseite aufklebt (der Bauch ist nach unten zur Nadel gerichtet, das Tier schaut nach rechts oder links). Solchermassen präparierte Tiere sind von allen Seiten sichbar und gut bestimmbar. Alles, was größer ist, nadle ich. Manchmal bekomme ich Wespen zur Bestimmung, insbesondere Goldwespen, die wie Käfer geklebt sind, und diese Tiere sind oftmals nicht bestimmbar, weil viele Merkmale auf der Unterseite sind. Ich löse sie dann auch nicht ab, weil mir das zu zeitaufwändig ist und schicke sie meist unbestimmt zurück.

Das Argmument, dass beim vollständigen Aufkleben die Beine etc. vor Zerstörung gesichert sind, mag zwar stimmen, doch mir bricht nie was ab, weil ich mit meinen Tieren entsprechend vorsichtig umgehe. Zudem hat man darunter meist noch das Fundortetikett, welches in der Regel größer als das Tier ist und ebenfalls einen Schutz bietet.

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