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Re: Präparation geschützter Insekten

Geschrieben von: Christian S-E
Datum: 11.April 2013, 16:21 Uhr

Antwort auf: Re: Präparation geschützter Insekten (Petr Z á b r a n s k ý)

> Wenn ein Prachtkäfer- oder Sesienspezialist, oder jemand, der es
> werden möchte, mit Larven besetzte Hölzer einträgt, um die Tiere
> daraus schlüpfen zu lassen, gehen die Auswirkungen auf den
> Naturhaushalt genauso gegen Null wie jede andere Entnahme von
> Insekten aus dem Biotop. Wieviele Käfige, meinst du, hat denn ein
> durchschnittlicher Prachtkäfersammler auf dem Balkon stehen? (Bei mir
> sind es 34, aber ich sammle nicht nur Prachtkäfer, und
> durchschnittlich bin ich womöglich auch nicht... :- ) Als ob du
> nicht wüsstest, dass die Zerst

Vor Jahren hatte wir mal den Fall, dass auf einer sehr besonderen Binnendüne bei Mannheim mit verschiedenen exklusiven Insektenvorkommen jede, auch wirklich jede morsche Birke (das waren nicht sehr viele) zerbröselt und zersägt wurde. Dort kam irgend etwas sehr seltenes vor, ich habe die Art vergessen.

Und dann weiss ich noch einen Fall, der eine Buprestis-Art aus Marokko betrifft. Diese wurde von einem Stuttgarter Käferforscher in den 1990ern beschrieben, inklusive Brutbaum. Du wirst die Art vielleicht kennen. Ein mir bekannter Prachtkäferspezialist (ich schreibe hier grunsätzlich keine Namen) war ein paar Jahre später am Typenfundort, einem recht isolierten Tal irgendwo im Atlas. Er berichtete, dass dort praktisch jeder tote Ast der Brutpflanze abesägt war, er fand rein gar nichts mehr und bezweifelte, dass die Art, ein extremer Endemit, dort noch vorkam. In der Folgezeit tauchte der Käfer dutzfendfach auf tschechischen Insektenbörsen auf. Die Interpretation dessen überlasse ich dir.

Die von dir aufgezählten mehr oder weniger häufigen Arten sind davon sicher nicht betroffen. Doch in solchen wie oben aufgezählten Rinzelfällen sieht das lokal sicher anders aus. Und wir beide wissen ja auch, dass manche Käfersammler eher Käferhändler sind und weit über den Eigenbedarf hinaus sammeln.

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