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Re: M.tenella - Ergänzung

Geschrieben von: Tina Schulz
Datum: 5.April 2013, 17:45 Uhr

Antwort auf: Re: M. tenella - Ergänzung (Ewald Jansen)

Hallo Ewald!

> Das "Buch" ist eine 1,5-seitige kleine Arbeit in einer
> französischen entomologischen Fachzeitschrift. Der Wissenszuwachs
> bestand darin, dass (1) die Art mit dieser Arbeit zum ersten Mal für
> Frankreich nachgewiesen wurde und (2) er erstmalig die Penisvalve
> gezeichnet hat.

Okay, alles klar!

(Falls Du die Arbeit im Original sehen möchtest, kann
> ich Dir eine pdf zusenden ...)

Nee, lass mal, Französisch hab ich vor zwei Jahren abgewählt, und das ist auch gut so ;-)

> Doch, genau so ist das. Auch bei guter Kenntnis der Biotope, in denen
> man der Art begegnet, findet man sie halt nur ab und zu, alle paar
> Jahre wieder mal. Schlechte Voraussetzung, um gezielt die Biologie im
> Detail zu erforschen

Hmm ja, aber kann man nicht trotzdem mal "blind" auf die Suche gehen (was ich vermutlich dummerwweise tun werde *grins*), wenn man wenigstens schon mal eine Vermutung der Nahrungspflanzen hat? Es ist immerhin ein Anfang, wenn man die Larven hat. Es muss doch immer irgendwo angesetzt werden, wenn man zu einem Ergebnis kommen will. Na ja, aber es ist wahrscheinlich auch nicht unerheblich, dass die Art keine wirtschaftliche Bedeutung hat. Bei den knapp begrenzten Geldmitteln für die Forschung haben wohl erstmal die "Schädlinge" Vorrang, nehme ich an...

> Nur zu, jeder kleine Fortschritt zählt. Tja, und die unbekannte(n)
> Larve(n) sollten natürlich nach den Regeln der Kunst beschrieben
> werden (soll heißen, Fotos sind hilfreich, reichen aber nicht ...)

Du klingst so optimistisch :-D Ich sehe das eher als lustige Nachtwanderung, bei der ich mir im Sekundentakt grinsend sage, wie blöd ich bin ;-) Denn wenn du sagst, dass die Art alle paar Jahre mal etwas häufiger ist, die Wahrscheinlichkeit, dass ich so blöd bin, nochmals über sie zu stolpern, stark gegen Null geht. (Noch dazu in dem Jahr NACH dem Jahr, in dem sie etwas häufiger war...)

> Wenn's nicht so
> schwierig wär, wär's also ganz einfach: aber auch versierten Züchtern
> gelingt das bei weitem nicht immer.

Ich gestehe: ich hatte letztes Jahr vier Blattwespenlarven in der Zucht.
Die 1.: ließ ich frühzeitig wieder frei, weil sie am 35 Grad heißen Sommertag wie verückt im Behälter herumkrabbelte und ich um ihr Leben fürchtete. Als ich sie am Fundort wieder aussetzte, zog sie sich auf der Stelle in die wohl etwas feuchtere, kühlere Wiese zurück (Wollte sich vielleicht eingraben??)...
Die 2.: ertrank im Wassergefäß, das ich zu blöd war abzudecken...
Die 3.: starb aus mir unbekannten Gründen einfach so...
(Du siehst: bis jetzt ist meine Blianz nicht überragend! :D)
Die 4. endlich überlebte, ich überwinterte und treibzüchtete sie und vermute(te) in ihr Heterarthrus spec., doch bisher hat mir dies niemand hier bestätigt... ( http://www.entomologie.de/cgi-bin/webbbs_neu/forum.pl?read=252154 )

Hmm, die Wahrscheinlichkeit, dass ich - FALLS ich eine Larve von Macrophya tenella finden sollte (haha) - sie durchkriege... hmm... :-)

Trotzdem bedanke ich mich ganz herzlich für den Austausch mit dir, er hat mir viel Wissen gebracht und Spaß gemacht!

Liebe Grüße
Tina

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